15. Stammtisch

Ein forscher Forscher löste eine ungeahnte Entwicklung aus. Segen oder Fluch? Wir haben es diskutiert!

Fr, 16. April 2021, 18:30 – 20:30

Ort: zoom-Meeting

12 Teilnehmer (alphabetisch)

  • Alex aus Ludwigshafen (EPdD*)
  • Andreas aus Oberursel
  • Armin aus Frankfurt
  • Christian aus Königstein
  • David aus Schwalbach am Taunus
  • Jakob aus Limburg
  • Jörg aus Rodgau
  • Kirsten aus Frankfurt
  • Ralph aus Frankfurt
  • Sven aus Frankfurt
  • Thorsten aus Offenbach
  • Udo aus Bremen

*EPdD = Ehren-PräsidEnte der D.O.N.A.L.D.

Protokoll: Ralph Hössel

Donaldisches Durcheinander

Das donaldische Durcheinander dauerte diesmal etwas länger, da verschiedene Nachzügler erst später zu uns stießen. Der Stammtisch wurde virtuell mittels zoom-Meeting durchgeführt.

12 Teilnehmer*innen

Mit 12 Teilnehmer*innen stehen wir ein wenig unter dem Mittelwert von 12,5 Teilnehmer.

Tagesordnung

Die Hymne

Die Hymne wurde dieses Mal durch Frankfurt Goes To Gumpenbach unterstützt, deren Hymnenversion über das Konferenz-Tool eingespielt wurde, so dass jede/r zuhause ungestört von zeitversetzten Mitdonaldist*innen die bezaubernde Melodie und den mitreißenden Text schmettern konnte.

Unser Dank gilt der hochverehrten Präsidente, die uns die Musikkassette mit der Aufnahme des Abschiedskonzerts in Mainz aus dem Jahr 1992 zugeschickt hatte sowie Jörg und Kirsten die sich um die Digitalisierung gekümmert haben.

Auf https://www.wochenanzeiger.de/article/81579.html ist zu lesen (Danke an Jörg für die Info):

„1988 auf dem D.O.N.A.L.D. – Kongress im Münchner Schlachthof gründete sich die erste und erfolgreichste Comic-Rock-Band der Welt »Frankfurt goes to Gumpenbach«. Zuerst als One-Hit-Wunder für diesen einzelnen Gig angedacht versammelten die in der Comicszene berüchtigten Brüder Klaus und Wolle Strzyz ein Heer aus Freunden mit der Liebe zu Comics und der Musik um sich. Fortan vertonte die Band für die nächsten fünf Jahre die Donald Duck Comics von Carl Barks und rockte die internationalen Bühnen bis hin zum Comic-Salon in Erlangen. Gumpenbach war ein Phänomen aus Trash-Rock und aufwendigster Bühnenshow. Jeder Song wurde zum Erlebnis, die Sängerinnen und Musiker wechselten laufend Kostüme und brachten so nicht nur musikalisch sondern mit Slapstick das Barksche Entenhaus live auf die Bühne. Kein Geringerer als Walter Moers (»Das kleine Arschloch«, »Käptn Blaubär«) gestaltete das Logo der Band.“

Das von Walter Moers gestaltete Logo der Band „Frankfurt Goes To Gumpenbach“

Der Traumstern

Dieses Mal hat uns David den Diskussionsbericht ausgesucht. „Der Traumstern“ ist von August 1959 und heißt bei der amerikanischen Ersterscheinung „On the Dream Planet“. Erstmals in Deutschland veröffentlicht wurde der Bericht im Micky-Maus-Heft Nr. 21 im Jahre 1977. Eine zweite deutschsprachige Veröffentlichung erfolgte im TGDD 120 im Jahre 1992. Weitere deutschsprachige Veröffentlichungen finden sich in der Barks Library Special Daniel Düsentrieb Band 2 und in der Carl Barks Collection (CBC) Band 19.

Das Skript ist nicht von Barks, d.h. er hat nur gezeichnet.

Reise hinter den Pluto mit Überlichtgeschwindigkeit?

Jörg und Ralph thematisieren die Reise hinter den Pluto, die in atemraubender Geschwindigkeit stattfindet.

Daniel Düsentrieb fliegt mit Franz Gans hinter den Pluto. Kurz nach dem Start ist Disneyland zu sehen. In einem späteren Panel wird bestätigt, dass sie von der Erde aus starten (Franz zeigt eine Karte mit der Erde und erwähnt sie auch). Insofern stellt sich die Frage, wie weit Pluto und der Traumstern von der Erde entfernt sind.

Die Entfernung zum Pluto beträgt im Anthropoversum 29 bis 50 Astronomische Einheiten (AE, 149,6 Millionen km – das ist der mittlere Abstand zwischen Erde und Sonne), mithin also 4,3 bis 7,5 Milliarden km
(die starke Schwankung ist auf die sehr elliptische Bahn des Pluto zurückzuführen).

Nimmt man die mittlere Entfernung zwischen Erde und Pluto zugrunde und setzt man ferner voraus, dass die maßstäblichen Entfernungen auf der gezeigten Karte korrekt dargestellt sind, dann würde man selbst mit Lichtgeschwindigkeit 7,8 Stunden bis zum Traumstern benötigen. Es scheint aber in dem Bericht, als erreichten Daniel Düsentrieb und Franz Gans den Planeten Pluto in wenigen Augenblicken oder Minuten. Wie schnell müsste man dazu fliegen – angenommen, sie bräuchten 5 Minuten?

50-fache Lichtgeschwindigkeit (oder ungefähr Warp 4 [Quelle: Memory-Alpha])

Bei der Berechnung der 50-fachen Lichtgeschwindigkeit sollte man vermerken, dass es mindestens die 50-fache Lichtgeschwindigkeit ist, denn die Berechnung wurde für die kleinste Entfernung zum Pluto vorgenommen.

Bekanntermaßen ist die Lichtgeschwindigkeit die höchste im Anthropoversum erreichbare Geschwindigkeit. Im Anaversum sieht dies wohl anders aus. Im Anaversum gilt die Relativitätstheorie scheinbar nicht oder es gibt, bei uns bislang unentdeckte, Antriebsformen, wie zum Beispiel den aus Raumschiff Enterprise bekannten Warp-Antrieb. Diesbezügliche Forschungen scheinen aber nicht zu existieren (Forschungsindex, Schwarzes Brett, „Der Bücherdonald“ von Klaus Bohn).

Jörg weißt darauf hin, dass gemäß Relativitätstheorie (von der wir nicht wissen, ob sie gilt), die Zeit für bewegte Objekte langsamer vergeht als für ruhende. Sprich: Wenn Franz und Daniel mit nahezu Lichtgeschwindigkeit reisen, vergeht die Zeit für sie langsamer als für Beobachter auf Stella Anatium. Das heißt, für Franz und Daniel vergehen vielleicht nur 5 Minuten, auf Stella Anatium jedoch ein Vielfaches der Zeit, zum Beispiel viele Jahre (zum Nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitdilatation). Das würde das aufgeworfene Problem mit der Reise mit Überlichtgeschwindigkeit lösen. Alex wirft hierzu jedoch ein, dass daraus andere Probleme resultieren. Denn dann müssten alle Entenhausener während dieser Geschichte um viele Jahre oder sogar Jahrzehnte altern bzw. Franz und Daniel würden viele Jahre von Entenhausen fern bleiben. Könnte so sein. Man weiß so wenig!

Jakob wendet in diesem Zusammenhang ein, dass die verwendete Formulierung „Stern“ wissenschaftlich nicht korrekt sei, da es sich beim „Traumstern“ offensichtlich um einen Planeten handelt.

Größenverhältnisse der Planeten

Jörg macht sich auch Gedanken um die Größenverhältnisse zwischen Erde, Pluto und dem Traumstern. Gemäß der oben abgebildeten Zeichnung ist Pluto fast so groß wie die Erde. Das ist in unserem Universum aber nicht der Fall, denn dort hat die Erde einen Durchmesser von 12.756 km (Äquator), Pluto nur 2.374 km. Der Traumstern ist in der Zeichnung auch relativ groß (also kein Mond vom Pluto).

Die gezeigte Karte ist allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein Skizze, in der die Größenverhältnisse nicht zwingend korrekt dargestellt sind.

Die relative Position des Traumsterns

Thorsten versucht nachzuvollziehen, wie es sein kann, dass der Traumstern von der Erde aus gesehen immer hinter dem Pluto liegt. Das würde bedeuten, dass Erde, Pluto und Traumstern immer in einer Linie liegen und somit identische Umlaufzeiten hätten.

In unserem Universum ist diese nicht möglich, weil das 3. Keplersche Gesetz gilt. Es besagt, dass sich die Quadrate der Umlaufzeiten zweier Planeten verhalten wie die dritten Potenzen der großen Halbachsen ihrer Bahnen.

Hätte die Erde eine kürzere Umlaufzeit um die Sonne als der Pluto, müsste der Traumstern „hinter“ dem Pluto sein. Wenn dann nach fast einer Umdrehung die Erde „hinter“ dem Pluto ist, muss der Traumstern „vor“ dem Pluto sein. Hat die Erde den Pluto überholt, muss der Traumstern wieder „hinter“ dem Pluto liegen, usw. Diese Vor-und-zurück-Bewegung ist nicht möglich.

Da T1=T1 muss a1=a2 gelten. Entsprechend handelt es sich um die selben Ellipsen für Pluto und Traumstern. Sie könnten zwar auch verdreht sein (d.h., der zweite Brennpunkt der Ellipsen ist nicht identisch), aber dann würden Erde, Pluto und Traumstern nicht immer in einer Linie liegen. Also müssen Pluto und Traumstern die selbe Umlaufbahn haben. Das ist aber ganz offenbar nicht der Fall.

Das 3. Kepler‘sche Gesetz basiert auf dem Newton‘schen Gravitationsgesetz, welches wiederum ein Spezialfall der Relativitätstheorie ist. Da das 3. Kepler‘sche Gesetz nicht gilt, können also das Newton‘sche Gravitationsgesetz und die Relativitätstheorie auch nicht gelten.

Udo merkt an, dass, wenn die Umlaufzeit von Erde, Pluto und Traumstern identisch ist, Pluto und Traumstern mit einer wahnsinnig hohen Geschwindigkeit unterwegs sein müssen. Möglicherweise ist diese sogar höher als die Lichtgeschwindigkeit. Letzteres ist ja aber wohl im Anaversum, wie wir vorhin gesehen haben, möglich.

Rasante Entwicklung

Kurz nach Eintreffen von Franz Gans und Daniel Düsentrieb setzte eine rasante Technologieentwicklung ein. Thorsten fällt auf, dass zum Beispiel die Glühbirne bereits erfunden wird, obwohl es noch keinen elektrischen Strom gibt, den man zu deren Betreiben benötigt. Dies wird aber ein paar Augenblick später nachgeholt, als man zum ersten Mal einen Blitz mittels einer Drachenschnur einfängt.

Andere Erfindungen, die zunächst nutzlos erscheinen, folgen Schlag auf Schlag, wie das Telefon oder warme Mahlzeiten oder eine Gabel um letztere gefahrlos genießen zu können.

Gummibetriebene Fahrzeuge

Ganz besonders beeindruckt, wenn auch nicht in unbedingt positiver Weise, ist Thorsten von den gummibetriebenen Baumstammkürbisfahrzeugen. Der Antrieb per Kautschuk-Gummi ist äußerst ineffizient, da der Antrieb letztlich auch über mechanische Energie erfolgt (siehe Franz).

Außerdem erfordert diese Form des Antriebs eigentlich die Verwendung eines Kegelradgetriebes (hier eine beispielhafte Abbildung [Quelle: https://s.alicdn.com/@sc01/kf/HTB1FTE1Xlv0gK0jSZKb762K2FXaE.png_300x300.png]). Ob selbiges bei gegebenem Entwicklungsstand bereits erfunden ist, darf bezweifelt werden. Dies wirft dann die Frage auf, wie die Baumstammkürbisfahrzeuge eigentlich funktionieren.

Berichtsanaloga im Anthropoversum

Hr. Zeilinger merkt an, dass der Bericht starke Ähnlichkeit mit dem biblischen Schöpfungsbericht habe. Auf eine genauere Ausführung musste der Stammtisch aber leider wegen Abwesenheit des Ideeninhabers verzichten. Vermutlich geht es irgendwie um Fortschrittskritik.

David sieht Daniel Düsentrieb ganz klar in der Rolle des Zauberlehrlings, der die Kräfte, die er entfesselt hat, nicht mehr bändigen kann.

Sven sieht Daniel Düsentrieb in diesem Bericht als protestantischen Aktivitätsjünger und ist überrascht über den Kontrast zum Bericht „Die Monsterstadt„, wo Düsentrieb eher das leichte Leben als Ziel hatte.

Armin schließlich bemerkt die Parallelen zu Pieter Bruegels des Älteren berühmtem Gemälde „Das Schlaraffenland„. Selbst die Kleidung der Protagonisten ähnelt stark jener im Bericht „Der Traumstern“.

Nur ein Traum?

Jakob wirft ein, dass aufgrund des sehr unrealistisch wirkenden Handlungsablaufs, man zu dem Schluss kommen könnte, dass alles nur ein Traum hätte sein können. Beispiele dafür gibt es schließlich, zum Beispiel „Die Macht des Geldes„. Vielleicht würde dies auch die für Daniel-Düsentrieb-Berichte ungewöhnliche Tatsache erklären, dass das Helferlein nicht dabei ist.

Daher unser Fazit: Franz Gans träumt oder Fortschritt ist das Übel der Welt!

Neuigkeiten

Der Bücherdonald

Ist er noch verfügbar?

Ja, im Booklooker, in ebay und in der Deutschen Nationalbibliothek (Armin).

Kongressplanung (für voraussichtlich 2022)

Andreas, Kirsten, Sven und Ralph berichten über den Stand der Planungen für einen Kongress in Frankfurt am Main. Das Motto steht, ein Veranstaltungsort wurde ausgewählt und wird zur Begutachtung bald begangen, weitere Vorbereitung laufen, erste Gespräch mit dem Geldspeichermeister der D.O.N.A.L.D. haben stattgefunden.

Der nächste Stammtisch

Der nächste Termin des Stammtischs der G.R.Ü.N.E.n S.O.S.S.E. ist

am Freitag 18. Juni 2021
um 18:30 Uhr

Wir verwenden dazu wieder den zoom-Video-Dienst. Bitte einfach eine E-Mail an Ralph senden, dann gibt es die entsprechenden Zugangsdaten. Sind aber die Selben wie immer!

Der Bericht für das nächste Mal

Einstimmig wurde der Vorschlag von Ralph „Der Fliegende Teppich“ angenommen. Zu finden zum Beispiel in der Carl Barks Library Special Onkel Dagobert Band 20, in der Micky Maus 3 von 1966 oder in den TGDD 63 von 1983.

Außerdem wurde auch der Bericht für den übernächsten Stammtisch einstimmig ausgewählt. Dieser wird von Kirsten vorgeschlagen: „Wahlkampf„. Zu finden zum Beispiel in der Carl Barks Library Band 23, in der Micky Maus 7 von 1956 oder in den TGDD 16 von 1970.

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Vorschläge vorgeschlagen am  vondiskutiert am Kommentar
Eine würzige Geschichte17.06.2019Thorsten09.08.2019veröffentlicht im DD 157
Das Gold der Inkas09.08.2019Heike 18.10.2019veröffentlicht im DD 158
Das Münstermännchen18.10.2019Andreas 13.12.2019veröffentlicht im DD 159
Der Zerstörer27.10.2019Christian 07.02.2020veröffentlicht im DD 160
Die Monsterstadt07.02.2020David 17.04.2020veröffentlicht im DD 160
Die Bewährung02.03.2020Ralph 19.06.2020ausgearbeitet und eingereicht von Ralph, harrt seiner Veröffentlichung
Die drei dreckigen Ducks17.04.2020Josef und Mathilda 14.08.2020 veröffentlicht im DD 160
Die Macht des Geldes14.08.2020Kirsten 09.10.2020 veröffentlicht im DD 160
Weihnachten für Kummersdorf03.11.2019Jörg 11.12.2020ausgearbeitet und eingereicht von Jörg, harrt seiner Veröffentlichung
Land unter der Erdkruste14.08.2020Thorsten 12.02.2021ausgearbeitet und eingereicht von Jörg, harrt seiner Veröffentlichung
Der Traumstern11.12.2020David16.04.2021
Der fliegende Teppich02.03.2021Ralph(18.6.2021)
Wahlkampf16.04.2021Kirsten(13.8.2021)
Erlebnisse einer Weihnachtsgans27.10.2019Christian  Weihnachtsbericht
Lockruf des Goldes28.10.2019Christian   
Wappen oder Zahl?28.02.2021Thorsten
Der Stein der Weisen28.02.2021Thorsten
Die Krone der Mayas02.03.2021Ralph
die bisher eingereichten Vorschläge für zu diskutierende Barks-Fuchs-Berichte

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