16. Stammtisch

Ein Teppichkauf bedarf Verhandlungsgeschick (BL-OD 28, Seite 3, Bilder 3 und 5)

Fr, 18. Juni 2021, 18:30 – 21:00

Ort: zoom-Meeting

12 Teilnehmer (alphabetisch)

  • Alex aus Ludwigshafen (EPdD*)
  • Andreas aus Oberursel
  • Heike aus Limburg
  • Jakob aus Limburg
  • Jörg aus Rodgau
  • Kirsten aus Frankfurt
  • Markus aus Offenbach
  • Paul aus Mainz
  • paTrick aus Riehen/Schweiz (EPdD*)
  • Ralph aus Frankfurt
  • Sven aus Frankfurt
  • Thorsten aus Offenbach

*EPdD = Ehren-PräsidEnte der D.O.N.A.L.D.

Protokoll: Ralph Hössel

Donaldisches Durcheinander und Hymne


An das donaldische Durcheinander schloss sich wie immer die Hymne an, die zusammen mit dem Vokalkreis Lahntal geschmettert wurde. Der Stammtisch wurde virtuell mittels zoom-Meeting durchgeführt.

12 Teilnehmer*innen

12 Teilnehmer*innen scheint sich auch als langfristiger Mittelwert zu festigen.

Tagesordnung

Professor-Püstele-Preis 2021

Unserem Stammtisch ist die große Ehre zuteil geworden, dass auch dieses Jahr einem unserer Mitglieder der Professor-Püstele-Preis verliehen wurde. Unter 7 nominierten Beiträgen ist der Beitrag Systematisches Verzeichnis von Donalds Berufen bei Carl Barks. Der Donaldist 158, S. 8 von unserem Jörg Ungerer als der beste in 2020/2021 ausgezeichnet worden. Zugrunde liegende Forschungsarbeiten wurden in den drei Ausgaben des Der Donaldist 158-160 veröffentlicht. Ebenso, sind in diesem Zeitraum veröffentliche Sonderhefte in die Bewertung mit eingegangen. Die folgenden sieben Beiträge wurden nominiert.

Der Fliegende Teppich

Dieses Mal hat uns Ralph den Diskussionsbericht ausgesucht. „Der fliegende Teppich“ ist von Dezember 1963 und heißt bei der amerikanischen Ersterscheinung „Rug Riders in the Sky“ (U$50). Erstmals in Deutschland veröffentlicht wurde der Bericht im Micky-Maus-Heft Nr. 3 und 4 im Jahre 1966. Eine zweite deutschsprachige Veröffentlichung in Fuchs-Übersetzung erfolgte im TGDD 63 im Jahre 1980. Weitere deutschsprachige Veröffentlichungen finden sich in der Barks Library Special Onkel Dagobert Band 28 und in der Carl Barks Collection (CBC) Band 26.

Erste Fragen, die dem aufmerksamen Leser nicht entgehen

Alex beginnt den bunten Reigen mit seinen Anmerkungen.

Sehr ungewöhnliches Geschäftsverhalten von Bankier Duck. Zunächst möchte er Teppiche kaufen, um sie teuer zu verkaufen. Ewig lang wird mit dem Händler gefeilscht, dass es eine wahre Pracht ist.
Dann wird er auf einen Teppich bei einem anderen Händler aufmerksam gemacht, der VIELLEICHT fliegen kann („So was gibt´s, Onkel Dagobert“), bekommt einen enormen Preis genannt und zahlt mit Tränen in den Augen, ohne auch nur einmal versucht zu haben, den Preis zu drücken. Aber immerhin hat er 6000 Dinare in 6 Scheinen zur Hand. Ist also gut vorbereitet.

Teppich-Ohnmacht (BL-OD 28, S. 6, Bilder 7-8)

Wo ist dieses Morgenland, von dem alle reden? Wikipedia verrät mir, dass sowohl einen Ort als auch einen Fluss dieses Namens gibt. Jari ist ein Ort im Westen des brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul, der Rio Jari ist ein Nebenfluss des Amazonas in Brasilien. Den Jarisprudel gibt es in der scheinbar wohlbekannten Jariquelle unweit des Ortes, an dem die Ducks den Teppich gekauft haben. Der hat aber nicht wirklich etwas mit unserem Brasilien gemein.

Wieder einmal erweist sich das Pfadfinderhandbuch als Quelle unerschöpflichen Wissens. In dem Kapitel über Teppiche, verfasst von einem Professor vom Teppichinstitut der Universität Teheran findet sich sogar die Gebrauchsanleitung für fliegende Teppiche, im Kleingedruckten? Meinen die Neffen eine Fußnote?

Woher kommt das Messer, mit dem einer der Neffen den Faden des aufgeribbelten Teppichs abschneiden will? Warum wurde es nicht schon vorher von dem Magnetstein angezogen? Existierte das Messer schon, bevor man es zum Schneiden benutzen wollte? Ist es Teil des Morphotels oder eine Pseudopetasie? Wir werden es nie erfahren.

Die wichtigste Frage: Was wollte Gundel mit dem Magnetstein? Der Stein bricht jeden Zauber. Sie ist nach einem kurzen Kontakt bereits entzaubert und würde sich doch ihrer kompletten Existenzgrundlage berauben? Was plante sie? Das hätte ein böses Ende genommen. Unter der Weltherrschaft hätte sie es wohl nicht gemacht. Da ist Stella Anatium knapp an einer großen Katastrophe vorbeigeschlittert. Ein Glück ist der Magnetstein im Sand der Wüste unauffindbar. Hätten sie sie mal durchkämmt.

Entzauberung durch den Magnetstein (BL-OD 28, S. 18, Bilder 1-2)

Der Orient, das Reich der Teppiche

Thorsten informiert uns über Teppiche im Allgemeinen, im Anaversum und im Vergleich zum Anthropoversum.

Teppichinstitut in Teheran (Quellen: BL-OD 28, S. 7, Bild 1, https://www.tfi-aachen.de/ueber-uns/historie/)

Die Elemente eines Teppichs

Die Teppichherstellung ist ein sehr traditionelles Handwerk. Neben der Musterung sagt die Knüpfung des Teppichs viel über dessen Herkunft aus.

Es gibt Hauptbordüre mit vielen Nebenbordüren. Das zentrales Medaillon oder Ornament ist meist symmetrisch. Man unterscheidet im Feld zwischen rektilinearer (oder „geometrischer“) und kurvilinearer (oder „floraler“) Musterung.

Teppichgestaltung (Quellen: BL-OD 28, S. 3, Bild 3; https://de.wikipedia.org/wiki/Perserteppich#/media/Datei:Oriental_Carpet_Elements_English.jpg)

Die Teppiche des Stamms der Schischbuluki (wörtl. „Sechs Distrikte“) zeichnet sich durch kleine zentrale rautenförmige Medaillons aus, die konzentrisch aus der Mitte heraus angeordnet sind. Das Feld ist meistens rot, Details erscheinen in Gelb oder Elfenbein. Daraschuri-Teppiche sind denjenigen der Schischbuluki sehr ähnlich, aber gröber geknüpft.

Während der Safawidenzeit im 16. Jahrhundert fand es Eingang in das Repertoire der Teppichmuster. Es kann mehr als ein Medaillon verwendet werden, und diese können im Feld in verschiedenen Formen und Abständen auftreten. Das Feld kann in rechteckige, quadratische oder rautenförmige Kompartimente gegliedert sein

Ein typisches Muster verwendet das Medaillon, ein symmetrisches Ornament meist im Zentrum des Felds. Abschnitte des Medaillons oder ähnliche, korrespondierende Elemente, füllen die vier Ecken des Felds.

Teppichmuster (BL-OD 28, S. 4, Bild 2 und S. 3 Bild 2)

Die Farben der Bidscharteppiche sind sehr erlesen, Hell- und dunkelblau und sattes bis blasses Krapprot. Die Muster sind traditionelle persische, überwiegend Herati, man sieht aber auch Mina Khani, Harshang, und einfachere Medaillonformen. Oft ist das Muster eher rektilinear. Ein Kennzeichen ist, dass den Ornamenten oft die sonst üblichen, begleitenden Konturen in Kontrastfarbe fehlen, besonders häufig bei den kleinteiligen Musterelementen. Bidscharteppiche sind aber leichter an ihrer besonderen, steifen und schweren Webart zu erkennen, als anhand ihrer Musterung.

Noch mehr Teppichmuster. Links: Ghali (in grün: großformatige Teppiche für die Raummitte), rechts: Auf dem gesamten Feld sind kleine runde oder oktogonale Medaillons in Reihen angeordnet. Es handelt sich möglicherweise um ein Gül-Muster. Die blaue Färbung ist allerdings ungewöhnlich (BL-OD 28, S. 5, Bild 5)

Das Gül-Muster findet man häufig auf turkmenischen Teppichen, die auch im Iran hergestellt werden. Kleine runde oder oktogonale Medaillons sind in Reihen auf dem gesamten Feld angeordnet. Obwohl das Gül-Motiv selbst sehr kompliziert und farbenprächtig aufgebaut ist, erweckt die aufgereihte Darstellung auf dem meist monochrom roten Feld eher einen strengen und monotonen Eindruck. In kaukasischen Teppichen wird den Gül-Motiven eine heraldische Funktion zugeschrieben, weil man anhand der Musterung des Gül den jeweiligen Turkmenenstamm identifizieren kann

Fliegender Teppich. Kettfäden von unten nach oben, da diese die Fransen bilden, die auf dem Bild rechts nicht zu sehen sind; bzw. auf dem unteren Bild ist zu sehen, wo die Fransen sind. Die Schussfäden stehen senkrecht dazu. Der Flor ragt aus dem Teppich raus. (Quellen: BL-OD 28, S. 4, Bild 5 und 8 und S. 10 Bild 6, https://de.wikipedia.org/wiki/Orientteppich)

Addams Family und Vesuv vs. Brocken

Jörgs Besprechung geht schwerpunktmäßig auf Gundel Gaukeley ein.

Von den 17 Seiten hat der Verlag eine Seite gekürzt, um Platz für Werbung zu schaffen (diese Fassung war auch in den MM und den TGDD zu sehen). Laut Barks geht Gundel in der Kürzung auf Seite 13 der „Treibstoff“ aus und sie muss den Teppich in der Wüste landen. Die gestrichene Seite ist verschollen. (Quelle: https://lostmediawiki.com/Carl_Barks_(partially_lost_cut_material_from_%22Donald_Duck%22_and_%22Scrooge_McDuck%22_Disney_comic_series;_1940s-1960s)#Rug_Riders_in_The_Sky_.28Cut_Material.29)

Der Vogel Rock

Roch, auch Roc, Rokh, Ruch oder Rock, ist in der arabischen Märchenkunde ein Riesenvogel. Er ist ein Fabelwesen insbesondere bekannt aus der Erzählung „Tausend und eine Nacht“.

Der Roch wird schon in den Beschreibungen von Marco Polo beschrieben und auch von anderen Reisenden und Händlern des indischen Ozean. Er soll größer sein als ein Mensch und manchmal sogar größer als ein Schiff. Roch spielt also eine besondere Rolle in der orientalischen Mythologie. (Quelle:  https://wiki.yoga-vidya.de/Roch)

Das verzehrte Fleisch eines erlegten Roch verjüngt einen alten Menschen bis zu 30 Jahre und verleiht ihm ewige Jugend. (Quelle: https://www.house-of-fantasy.de/fabelwesen-roch.html)

Gundel Gaukeley: Name, Aussehen und Wohnsitz

Den Nachnamen von Gundel Gaukeley schuf Erika Fuchs aus einer Zusammensetzung von „Gaukeln“ und „Loreley“ (Bohn, Das Erika Fuchs Buch, 1996, S. 58). Unter Gaukeln versteht man etwas vorspielen, vortäuschen, Zauberkunst betreiben (Gaukeln, 2021). Loreley ist der Name einer (attraktiven) Zauberin oder Nixe auf dem gleichnamigen Felsen. Mit dem gewählten Vornamen „Gundel“ entsteht die bei Fuchs übliche Alliteration.

Im Urbarks heißt Gundel Gaukeley „Magica de Spell“. Der Name enthält zunächst den Bestandteil „magic“ (Magie, Zauberei), der latinisiert wurde. „Spell“ bedeutet auch „Zauberspruch“. Man kann also den Namen übersetzen mit „Magierin des Zauberspruchs“.

Gundel Gaukeley ist eine junge, schwarzhaarige, hübsche Italienerin. Bei BArks lebt sie im Dorf Sulforo am Fuße des Vesuvs. Erika Fuchs hat ihren Wohnsitz auf den Blocksberg (der Brocken im Harz) verlegt.

Anjelica Huston als Morticia Addams

Sie hat lange schwarz getuschte Wimpern und Lidschatten. Gundel Gaukeley schminkt sich (Bild oben aus US 43/1 „Anschlag auf den Glückstaler“), obwohl sie gar keine richtigen Lippen hat.

Laut Duckipedia war Barks bei der bei der geheimnisvollen und verführerischen Gundel Gaukeley von Morticia Addams aus der Addams Family inspiriert. Morticia Addams war schwarzhaarig und stets schwarz gekleidet. Die TV-Serie startete zwar erst 1964, aber es gab ab 1938 Cartoons von der Addams Family. Rechts sieht man die Schauspielerin Anjelica Huston als Morticia Addams (Neuverfilmung ab 1991).

BL-OD 22, S. 38, Bild 1

Gundel geht einem Gewerbe nach, wie das Schild „Zauber-Boutique“ an ihrem Haus zeigt.

Im Gegensatz zu den Ducks ist Gundel vollständig bekleidet (ihre Schwanzfedern ragen heraus). Sie ist neben Mac Moneysac – der aus Südafrika stammt – die einzige Hautperson im Barks’schen Oeuvre, die aus dem Ausland stammt.

Besonderheit bei Erika Fuchs

Die Bilder zeigen die Berichte „Glück und Glas II“ sowie „Der Midas-Effekt“. Die erste Reihe enthält die Urbarks-Fassung, die zweite Reihe enthält Bilder aus der deutschen Barks-Library. In der Übersetzung von US 38/2 übermittelt Erika Fuchs etwas völlig Neues / Anderes als in der Urbarks-Fassung. Im Urbarks werden auf dem Schild Zaubersprüche, Verhexungen, böse Blicke angeboten und es können schwarze Katzen gemietet werden.

Wieso fliegt der Teppich?

Ralph beschäftigt sich mit den naturwissenschaftlichen Hintergründen des Teppichflugs.

Zunächst wird kurz darauf eingegangen, was den den Teppich optisch auszeichnet und wo der Teppich gefunden wurde.

Der Grund für die Flugfähigkeit des Teppichs wird in den eingewebten Metallfäden ausfindig gemacht.

Metallfäden sind unverzichtbar für fliegende Teppiche (BL-OD 28, S. 4, Bild 8)

Es wird erklärt, wie der Teppich aufgrund chronoquantenmechanischer Effekte antigravitativ mit der Erdmasse wechselwirkt. Es wird aufgezeigt, wieso der der Teppich nach einiger Zeit wieder zu Boden geht, und was Gundel falsch gemacht hat, so dass bei ihr der Teppich lediglich wilde Bocksprünge ausführt.

Da hat jemand ihre Hausaufgaben nicht gemacht (BL-OD 28, S. 8, Bilder 7-8)

Details hierzu wird es in nicht absehbarer Zukunft in einem donaldistischen Vortag und in einem dazugehörigen Artikel im Der Donaldist geben.

Gundel Gaukeley und das Utopische

Sven beschäftigt sich mit dem psychischen Zustand von Gundel Gaukeley sowie mit ihrem Status als Frau zwischen Kleinkriminalität und Aufbruch in die Moderne.

Gundel ist eine attraktive und verführerische Frau – und eben keine typische Hexe. Unter den großen Frauengestalten Entenhausens (Oma Duck, Daisy, Fräulein Rührig/Fräulein Quackeschnell) ist Gundel eine Ausnahme: Gundel strebt nach Teilhabe an etablierten Macht- und Besitzstrukturen! Und: Gundel scheint als eine moderne Frau, indem sie sich anscheinend losgelöst von Erwerbstraditionen eigene Entwicklungsfelder schuf.

Zur Erinnerung:

  • Entenhausen ist keine moderne Gesellschaft (Dierks, 2020)
  • Modernität:
    • Affektkontrolle (Norbert Elias)
    • Ausdifferenzierung von Funktionsbereichen  (Talcott Parsons, Niklas Luhmann)
    • Auflösung prediktiver Wirkung von Klassen und Schichten (Individualisierung) (Ulrich Beck)
    • Spätmoderne: Selbstinszenierung und Herausstellung persönlicher Einzigartigkeit vor dem Hintergrund sozialstruktureller Umbrüche („Singularisierung“) (Andreas Reckwitz)

Gundel als Innovatorin:

  • Gundel bejaht die kulturell anerkannten kulturellen Ziele ihrer Gesellschaft (Macht, Geld etc.)
  • verneint aber die akzeptierten Mittel ([Arbeit], Spekulation, Goldmining, Korruption…), um diese Ziele zu erreichen (Robert  K. Merton)
  • stattdessen sucht sie Wege zur effizienten Zielerreichung, und •diese Wege stehen nur Gundel zur Verfügung oder sind nur ihr bekannt

Gundel als moderne Business-Frau,…

…die alleine ihren „Mann“ steht:

BL-OD 28

…und dabei zielstrebig ist!

BL-OD 28

…aber: Fehlende Affektkontrolle:

BL-OD 28

Und Gundel in den Fängen der Tradition: antimodern und nicht systemsprengend:

BL-OD 28

Gundels Wissen ist veraltet:

BL-OD 28

Gundels Problem ist, sie hat keine Ahnung und steckt in ihrer Tradition fest. Ihr ist die Teilhabe an attraktiven Ressourcen durch ihren systemisch begrenzten Möglichkeitsraum verwehrt.

Modelle nonkonformen sozialen Aufstiegs in Entenhausen

Die Panzerknacker wollen Dagoberts Vermögen. Gundel dagegen will mehr: Glückskreuzer und Magnetstein.

links: sozialer Aufstieg, rechts: sozialer Aufstieg Modell Gundel

Gundel als Kleinkriminelle?

BL-OD 28, S. 5, Bild 3 und S. 7, Bild 8
BL-OD 28, S. 18, Bild 2
BL-OD 28, S. 14, Bild 8

Gundels Grenzen

Ihre „Hexenkünste“ begrenzen sich auf die Effekthascherei einer Jahrmarktzauberin. Dagobert begrenzt sich auf erreichbare Ziele und erlangt auf diesem Wege Erfolg. Gundel dagegen ist einem utopischen Denken verhaftet.

BL-OD 28, S. 12, Bild 1 und S. 15, Bild 3

Der wahre Zauberer ist Dagobert, der mit einem – überschlägig – 3,4 t schweren Gefäß flieht.

BL-OD 28, S. 18, Bild 7

Gundels Grenzen sind die Grenzen der Macht.

Macht bei Max Weber: „Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“ •Gundels Chance: Zauberei (Quelle: Weber, M. (1985). Wirtschaft und Gesellschaft – Grundriss der verstehenden Soziologie. 5. Auflage. Herausgegeben von Johannes Winkelmann. Tübingen: Mohr Verlag)

„Stärker und unwiderruflicher wird die Komplexität oft durch ein frühzeitiges Definieren von Alternativen oder Operationalisieren von Zwecken reduziert.“ (Quelle: Luhmann, N. (2012). Macht im System. Suhrkamp., 2012)

Fazit

  • Entenhausen ist keine moderne Gesellschaft, aber für Gundel zu modern
  • Carl Barks zeigt uns die Grenzen der Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen und verweist diesbezügliche Ideen in den Bereich des Utopischen Gundel scheitert an der Modernisierung: Sie ist keine erfolgreiche Businessfrau
  • Eine Modernisierungsverliererin: Ihr Rezeptwissen stößt an Grenzen.

Hat Gundel eine Persönlichkeitsstörung?

Paul wagt sich nach Svens Vortrag und ausführlicher Diskussion soweit vor, zu sagen, Gundel habe wohl einfach einen Knall!

Desiderate einer Gundelforschung

Die Handtasche als zuhandenes Symbol Gundels Weltwissen vs. Pfadfinderhandbuch?!

Ortsangaben im Bericht

Paul beschäftigte sich neben Gundels psychischer Verfassung auch mit den Ortsangaben.

(BL-OD 28, S. 4, Bild 4)
  • In einem Arbeitstitel für diesen Bericht wird „Bugdud“ erwähnt, wie Jörg berichtet, vermutlich das im Irak gelegene Bagdad.
  • Der Teppich ist ein „Kirmansha“, eine Provinz fast identischen Namens liegt an der Westgrenze des
    Iran zum Irak
  • Der Teppich will nach Osten, nach Kala Kuh
  • Es handelt sich vermutlich um die östlich von Kermansha gelegene Stadt Kuh-e-Kala
  • Wenn Dagobert Richtung Westen nach Hause will, liegt Entenhausen nicht im pazifischen Raum oder Australien
  • Die Entfernungen lassen auf Amerika oder Europa schließen
  • Der Teppich ist ein „Kirmansha

Der Teppich will nach Osten, nach Kala Kuh.

BL-OD 28, S. 11, Bild 8 und S. 13, Bild 8

Es handelt sich vermutlich um die östlich von Kermansha gelegene Stadt Kuh-e-Kala

Dagobert will Richtung Westen nach Hause; Entenhausen kann also nicht im pazifischen Raum oder Australien liegen. Die Entfernungen lassen auf Amerika oder Europa schließen.

Logische Schlüsse zu 1001 Nacht

Andreas führt uns sechs logische Schlüsse zum Zusammenhang zwischen 1001 Nacht und Stella Anatium vor Augen.

Faktencheck

  • Fakt: die Schauplätze und Wesen aus 1001 Nacht existieren im Paralleluniversum
BL-OD 28, S. 13, Bild 5; S. 10, Bild 7; S. 15, Bild 5; S. 16, Bild 8
  • Fakt: auch andere Sagengestalten existieren im Parallel-Universum
U$ 19/2; TGDD 77, S. 22, Bild 1; BL-OD 9, S. 63, Bild 5
  • Fakt: Laut FF Handbuch hat Aladin wirklich gelebt
BL-OD 28, S. 15, Bild 6
  • Fakt: die Schauplätze und Wesen aus 1001 Nacht existieren auf der Erde nicht. Es muss aber eine Kontaktaufnahme stattgefunden haben.

Logische Schlüsse

  1. Der Bericht beschreibt das Paralleluniversum
  2. Das Handbuch hat (nahezu) immer Recht
  3. Daraus folgt: der Bericht ist wahr und Aladin hat gelebt – allerdings nicht auf der Erde sondern auf Stella Anatium
  4. Die Märchen aus 1001 Nacht können nicht zufällig so genau mit der Realität im Paralleluniversum übereinstimmen
  5. Es muss also eine frühere Kontaktaufnahme gegeben haben
  6. Auch interessant: die Kontaktaufnahme hat mit etwa 1700 Jahren Abstand stattgefunden. Dass könnte heißen
    1. Die Übermittlung erfolgt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
    2. Die Geschichten aus 1001 Nacht beschreiben die Situation im Paralleluniversum zu einem früheren Zeitpunkt

Der Alleswisser

Seit einigen Wochen ist die Landschaft „der Wikipedias“ um eine bedeutende Facette reicher geworden. Der Alleswisser zum donaldischen Wissensschatz unseres Universums und des Anaversums ist online gegangen.

Im Alleswisser findet jede*r ihr/sein Lieblingsgebiet

Man kann sich über die Zufallsfunktion des Knoblismus durch verschiedene Seiten leiten lassen. Oder man wirft einen Blick auf die Liste der bisher eingegebenen Begriffe.

Ganz wichtig: Jeder kann mitmachen! Die Eingabe ist einfach und die wichtigsten Dinge sind schnell gelernt. Man kann nichts kaputt machen, weil alle Änderungen automatisch gespeichert werden, und man so im Notfall einfach wieder zurück auf eine ältere Version gehen kann.

Zu den Grundlagen und Hintergründen des Alleswissers kann man hier lesen.

Neuigkeiten

Frauen in Entenhausen

Jörg zeigt uns historische Artikel aus dem Der Donaldist. Unter anderem eine sehr guten Artikel „Frauen in Entenhausen“. Jörg regt an, die alten Artikel aus dem Der Donaldist, die zwar in pdf Form vorliegen aber doch oft in sehr schlechter Qualität, neu zu bearbeiten und aufzulegen. Dies würde den Zugang zu dieser ersten Generation der donaldischen Forschung massiv vereinfachen und das Lesen dieser inhaltlich sehr wertvollen Artikel wieder zu einen Vergnügen machen.

Idealerweise würde man hierzu die Originalautor*innen dazu bekommen, es neu aufzulegen oder zumindest eine Neuauflage zu kommentieren.

Diese Idee soll in Zukunft weiterverfolgt werden.

Eine dagobertische Neuerwerbung

Jörg zeigt stolz seinen neuerworbenen Dagobert. Alles jubelt und klatscht!

links: Dagobert Duck, rechts: Jörg

Carl-Barks-Ausstellung in Bad Mergentheim

Bad Mergentheim: Ausstellung mit Original Barks-Zeichnungen.

Einladung zu unserem Partner-Stammtisch SüdEuropäische Donaldisten

PaTrick lädt alle GRÜNE-SOSSE-Mitglieder herzlich ein zum nächsten SüdEuropäische-Donaldisten-Stammtisch, am 3. Juli in Mannheim ein.

Das Treffen findet im Freien statt. Es handelt sich um eine Pizzeria mit Selbstbedienung, direkt am Rhein gelegen, mit breitem Kiesstrand und einer sehr weitläufigen baumbestandenen Wiese, auf der man Tische und Stühle nach eigenem Gusto verrücken oder platzieren kann. Da es keine Tischreservationen gibt, müssen wir bei sehr gutem Wetter (auf das wir natürlich hoffen) damit rechnen, dass Tische und Stühle knapp sind. Wer daher über entsprechende Campingausrüstung verfügt, sollte diese sicherheitshalber mitbringen

Ralph fährt hin. Wer möchte mitfahren / eine Fahrgemeinschaft bilden? Zwecks weiterer Information und Organisation bitte bei Ralph melden.

Der nächste Stammtisch

Der nächste Termin des Stammtischs der G.R.Ü.N.E.n S.O.S.S.E. ist um eine Woche vorverlegt worden und findet jetzt statt am

am Freitag 6. August 2021
um 18:30 Uhr

Das Treffen wird auf Ralphs Ländereien stattfinden.

Kirsten wird sich um das Essen kümmern.

Ralph wird sich um die Getränke kümmern.

Paul bringt zwei Kisten Dickmann’s Schokoküsse mit

Die Kosten werden diesmal durch die Anzahl der Teilnehmer*innen geteilt und jeder muss einen entsprechenden Obolus entrichten.

Eventuell werden wir externe Teilnehmer*innen per zoom hinzuschalten.

Wer dazu kommen möchte und den Weg nicht mehr oder noch nicht kennt, bitte einfach eine E-Mail an Ralph senden, dann gibt es die entsprechenden Infos.

TGDD 16, S. 38, Bild 7

Der Bericht für das nächste Mal

Wie bereits letztes Mal festgelegt, ist der Bericht für den nächsten Stammtisch, der von Kirsten ausgewählte „Wahlkampf„. Zu finden zum Beispiel in der Carl Barks Library Band 23, in der Micky Maus 7 von 1956 oder in den TGDD 16 von 1970.

BL-WDC 23, S. 17, Bild 1-3
Vorschläge vorgeschlagen am  vondiskutiert am Kommentar
Eine würzige Geschichte17.06.2019Thorsten09.08.2019veröffentlicht im DD 157
Das Gold der Inkas09.08.2019Heike 18.10.2019veröffentlicht im DD 158
Das Münstermännchen18.10.2019Andreas 13.12.2019veröffentlicht im DD 159
Der Zerstörer27.10.2019Christian 07.02.2020veröffentlicht im DD 160
Die Monsterstadt07.02.2020David 17.04.2020veröffentlicht im DD 160
Die Bewährung02.03.2020Ralph 19.06.2020ausgearbeitet und eingereicht von Ralph, harrt seiner Veröffentlichung
Die drei dreckigen Ducks17.04.2020Josef und Mathilda 14.08.2020 veröffentlicht im DD 160
Die Macht des Geldes14.08.2020Kirsten 09.10.2020 veröffentlicht im DD 160
Weihnachten für Kummersdorf03.11.2019Jörg 11.12.2020ausgearbeitet und eingereicht von Jörg, harrt seiner Veröffentlichung
Land unter der Erdkruste14.08.2020Thorsten 12.02.2021ausgearbeitet und eingereicht von Jörg, harrt seiner Veröffentlichung
Der Traumstern11.12.2020David16.04.2021
Der fliegende Teppich02.03.2021Ralph18.6.2021
Wahlkampf16.04.2021Kirsten(6.8.2021)
Erlebnisse einer Weihnachtsgans27.10.2019Christian  Weihnachtsbericht
Lockruf des Goldes28.10.2019Christian   
Wappen oder Zahl?28.02.2021Thorsten
Der Stein der Weisen28.02.2021Thorsten
Die Krone der Mayas02.03.2021Ralph
die bisher eingereichten Vorschläge für zu diskutierende Barks-Fuchs-Berichte

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