Neunter Stammtisch

Fr, 17. April 2020, 19:00 – ca. 20:45

Ort: zoom-Meeting

17 Teilnehmer (alphabetisch)

  • Andreas aus Oberursel
  • Armin aus Frankfurt
  • David und Felix aus Schwalbach am Taunus
  • Eva, Josef und Mathilda aus Bad Schönborn
  • Heike aus Limburg
  • Irene aus Köln (xPdD*)
  • Jan aus Köln (xPdD*)
  • Jörg aus Rodgau
  • Markus aus Offenbach
  • Mike aus Wachenheim
  • paTrick aus Riehen/Schweiz
  • Paul aus Mainz
  • Ralph aus Frankfurt
  • Thorsten aus Offenbach

*xPdD = Ex-PräsidEnte der D.O.N.A.L.D

Protokoll: Ralph Hössel

Donaldisches Durcheinander / die ungewöhnliche Lokation

Diese Mal haben wir mal ganz was Neues ausprobiert. Aufgrund der leider immer noch andauernden Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen im persönlichen Kontakt testen wir die Möglichkeit eines virtuellen Stammtischs über eine Videokonferenz-Werkzeug („zoom“). Jede/Jeder sollte sich ein leckeres Getränk bereitstellen, auf Wunsch gerne mit oder auch ohne Alkohol, um die Kehle feucht zu halten (für die Hymne) und gegebenenfalls virtuell anzustoßen.

der spiegelverkehrte Protokollant beim virtuellen Austausch

Pünktlich, wie man es von Donaldist*innen kennt, waren alle im Rahmen des akademischen Viertels in die Konferenz eingewählt.

Neuer Teilnehmer*innen-Rekord

Wir haben es geschafft, den Teilnehmer*innen-Rekord vom 2. Stammtisch im Februar 2019 um eins auf 17 zu steigern.

Erfreulicherweise ging dies mit sieben Neuzugängen einher. Armin, Eva, Felix, Josef, Mathilda, Mike und PaTrick wurden als Neumitglieder herzlich willkommen geheißen.

Teilnehmer*innen des neunten Stammtischs G.R.Ü.N.E. S.O.S.S.E. – zum Teil verpixelt

Die Hymne

Die Hymne erklang zu Beginn des Stammtischs und am Ende. Die Synchronizität ließ aufgrund der technischen Umstände zu wünschen übrig, zumal es nicht möglich ist, mehr als einen Teilnehmer der virtuellen Besprechung gleichzeitig zu hören. Für die mitsingenden Donaldist*innen war die Hymne dennoch, wie immer, herzergreifend und unvermeidbar. Zufällige oder nicht-mitsingende Zuhörer mögen eine davon abweichend Erfahrung gemacht haben.

Professor-Püstele-Preis

Überraschender- und erfreulicherweise hat paTrick Martin, EhrenpräsidEnte und Vorsitzender der Akademie der Donaldistischen Wissenschaften am heutigen Treffen teilgenommen. Er nutze die Chance und überreichte virtuell Ralph Hössel die Urkunde zum Professor-Püstele-Preis des Jahres 2020. Die persönliche Überreichung, die für den Kongress in Herford geplant war, musste aufgrund der aktuellen Lage ausfallen.

Urkunde zum Professor-Püstele-Preis 2020
die prämierte Arbeit im Der Donaldist 156
Gerüchte sagen, dass der Magistrat der Stadt gleich reagiert hat.

D.O.N.A.L.D.-Kongress 2020 in Herford

Wie in einer Rund-E-Mail an alle Interessierten des Stammtischs G.R.Ü.N.E. S.O.S.S.E. angekündigt, war Christian Pfeiler vom Stammtisch S.N.O.W.L.S. so nett, uns Plakate und Buttons vom nicht stattgefundenen Kongress in Herford zu senden. Ralph stellt sie kurz vor.

Herford-Buttons. Haben jetzt nur noch Sammlerwert.
das hoch-künstlerisch motivierte Plakat für den ausgefallenen Kongress in Herford

Vorbereitungen des Stammtischs G.R.Ü.N.E. S.O.S.S.E. zu einem in der (ungewissen) Zukunft liegenden Kongress in Frankfurt

Mit der Verschiebung des für 2020 geplanten Kongresses in Herford verschieben sich wohl auch alle Folgekongresse, die bisher geplant oder angedacht waren. So auch der für 2022 angepeilte Kongress in Frankfurt. Somit sind sämtliche Werbematerialien vermutlich nicht mehr zu gebrauchen, zumindest soweit sie ess- oder trinkbar sind oder die Jahreszahl ’22 tragen… Andreas bedauert die große Anzahl entsprechender Buttons. Weniger jedoch die zahlreichen Bier- und Apfelweinflaschen. Ralph sorgt sich um die Verwendungsmöglichkeit von mehreren Kilogramm Trolli-Weichgummi-Enten. Andreas bietet kostenlose (+ Versand) Buttonweitergabe an Stammtischmitglieder und andere Donaldist*innen an. Bitte meldet Euch bei Andreas!

Aufkleber und Buttons für 2022. Jetzt hinfällig.
Neue Werbeoptionen ergaben sich erst kürzlich

Die Monsterstadt

Dieses Mal hat David uns den Bericht ausgesucht. Die Monsterstadt ist von 1961. Der Originaltitel ist „Monsterville“. Veröffentlicht wurde der Bericht unter anderem in TGDD 142, BL-DÜ 5 und CBC 22.

David beginnt denn auch den bunten Forschungsreigen mit einem Vergleich der Düsentrieb’schen Gleitbahnen mit den irdischen Analoga.

Gleitbahn im Neuen Entenhausen

Ganz ähnlich wie in Daniel Düsentriebs neuem Entenhausen gab es die Idee für Gleitbahnen auch schon in unserem Universum. Nämlich bereits Ende des vorletzten Jahrhunderts wurde eine Gleitbahn in Paris etabliert.

Gleitbahn im Paris der Weltausstellung (um 1890)
deutlich zu erkennen: die gestaffelte Anordnung der Pariser Gleitbahnen

Irene erinnert der Abriss des alten Entenhausens stark an die Umwälzungen im China zu Zeiten der sogenannten Kulturrevolution. Erst musste alles eingerissen werden, bevor auf den Ruinen alles komplett neu errichtet werden sollte.

das alte Entenhausen wird platt gemacht

Außerdem philosophiert Irene darüber, wie wichtig es sei, Dinge selbst machen zu können und nicht alles von einem Automatismus aus der Hand genommen zu bekommen. Entsprechend glücklich sind die Bewohner Entenhausens am Ende, als sie wieder selbst aktiv werden können. Eine Parallele zwischen dem Anaversum und unserer Welt?

selber schaffen macht zufrieden

Andreas findet Parallelen zwischen dem Barks-Fuchs-Bericht und den Arbeiten vom Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx. Er zieht Horx‘ 5 Thesen zur Zukunft heran und erläutert die Zusammenhänge zwischen Ana- und Universum.

die 5 Thesen des Matthias Horx, präsentiert von Andreas
Erläuterungen zur Work-Life-Balance

Andreas schließt auf einen eindeutig sozial- und ökonomiekritischen Hintergrund bei diesem Barks-Fuchs-Bericht. Wer sich tiefergehend mit dem Thema beschäftigen möchte, möge sich bitte direkt an Andreas wenden.

Jan stellt die Frage in den Raum, wie es sein kann, dass Dagobert trotz (und in diesem Fall wegen) überquellenden Geldspeichers unglücklich ist. Eine berechtigte Frage! Zum Teil erklärt es sich wohl dadurch, dass das tägliche Geldbad nicht mehr möglich ist. Zum anderen Teil, dass ein Finanzroboter das gesamte Geld-Verdienen übernommen hat, was womöglich zu einem Rentner-Depressionseffekt bei Dagobert geführt hat.

Dagoberts Geldsorgen

Ein weitere Erklärung könnte sein, dass ein Sammler (hier: Geld-Sammler) einfach nicht glücklich sein kann, wer er das Sammeln nicht selbst übernehmen kann, sonder quasi alles nur geschenkt und freit Haus geliefert bekommt.

PaTrick interpretiert den gesamten Bericht als Folge einer zu harschen Strafverfolgung in Entenhausen. Aus purer Wut über einen engstirnigen Strafzettel beschließt Daniel Düsentrieb Entenhausen auf den Kopf zu stellen und technologisch in das nächste oder übernächste Jahrhundert zu katapultieren. Zur Vermeidung zukünftiger Strafzettel wird die gesamte Stadt umgestaltet.

Strafzettel mit Folgen

Letztlich mit Erfolg, wie man konstatieren muss, denn selbst nach Rücknahme aller zukunftsweisenden Änderungen, gelingt es Düsentrieb, zukünftige Strafzettel zu vermeiden. Er wird freundlich vom Polizisten gegrüßt und erhebt sich in die Lüfte, wenn niemand herschaut. Ökologisch allerdings zeigt sich ganz klar, dass Entenhausen wieder in einen bedauernswerten Zustand zurück gerutscht ist. Die Qualmwolke, die aus Düsentriebs Flugauto herausgepustet wird, spricht hier Bände.

Eva begrüßt den Aspekt der Zukunftsforschung, die offensichtlich in Entenhausen weiter fortgeschritten zu sein scheint als in unserer Welt.

Mathilda wittert gar einen großen Schwindel. Durch eine Wetterglocke, zum Beispiel, könne kein oder nicht genügend Sonnenlicht gelangen. Sie zieht sogar eine künstliche Tag- und Nacht-Erzeugung in Betracht, äußert aber gleichzeitig Zweifel daran, ob man die Sonne mit ihrer starken Leuchtkraft überhaupt durch etwas Künstliches ersetzen könne. Sie wird dabei von Josef argumentativ gut unterstützt wird. Solche Erfindungen und technische Geräte könne es gar nicht geben, schon gar nicht im Jahre 1961, aus dem der Bericht stammt. Andere Stimmen branden jedoch auf, die den Aspekt der Überlegenheit Entenhausens gegenüber unserem Universum hervorheben. Schließlich gilt ja, wie Thorsten klug einzuwerfen weiß, „dem Ingeniör ist nichts zu schwör“!

kluge Worte

Thorsten macht gleich weiter und zeigt auf, wie es eigentlich nur dem Helferlein zu verdanken ist, dass Gesamtentenhausen am Ende doch noch gerettet werden kann. Es konstruiert einen Erfinderroboter, wodurch Daniel Düsentrieb nun selbst keine Aufgabe mehr hat, da ihm das Erfinden entzogen wurde. Schnurstracks wird der Roboter rückgebaut und das gute Ende leitet sich ein.

Rückbau des Erfinderroboters

Ferner fragt sich Thorsten, wieso eigentlich nicht auch noch die 10-Minuten-Schichten abgebaut werden können. Vermutungen gehen in die Richtung, dass es wohl noch ganz spezielle Aufgaben geben müsse, für die menschliche Interaktion vonnöten ist. Welche dies sein könnten, bleibt unklar.

Jörg zeigt den Fortschritt seines Werkes „Barks Handbuch“, in dem der Bericht „Die Monsterstadt“ bereits eingearbeitet ist. Wir können alle gespannt sein! Die Nützlichkeit konnte unmittelbar aufgezeigt werden, da man dort nachlesen kann, dass das Skript für diesen Bericht nicht von Barks ist. Möglicherweise erklären sich dadurch einige Ungereimtheiten, wie zum Beispiel das weiter oben behandelte unerklärliche Verhalten Dagoberts, als er seinen großen Reichtumszuwachs verwünscht.

Ausschnitt aus dem im Entstehen begriffenen donaldistischen Werk Werk „Barks Handbuch“

Jörg weißt außerdem auf die Lenkstange von Düsentriebs Schwebemobil hin, hier insbesondere auf die Ähnlichkeit zum ersten irdischen, komplett eigenständigen Kraftfahrzeug, das von den Herren Daimler und Maybach 1989 entwickelt wurde – die sogenannte „Motor-Quadricycle“. Welch ein Erfindergeist! Wandelt er zwischen Entenhausen und unserer Welt hin und her? Zukunftsweisend sogar in Entenhausen, denn die Abwesenheit einer Bedachung erklärt sich ganz klar aus Düsentriebs Vision der Wetterglocke, die kurz darauf ja auch realisiert wurde. Daimlers und Maybachs Vision mag ähnlich gewesen sein. Haben sie die regenarmen Sommer (zum Beispiel in Mitteleuropa und Kalifornien) aufgrund des Klimawandels vorhergesehen?

Lenkstangen-Parallele Anaversum / Anthropoversum

Ralph vergleicht den Antrieb von Daniel Düsentriebs Schwebemobil mit dem von irdischen Luftkissenfahrzeugen. Hier fällt zunächst die verblüffende Ähnlichkeit des irdischen Modells „Hovercraft Mini“ mit dem Düsentrieb’schen Gefährt auf. Beide erlauben bis zu 2 Personen die gleichzeitige Benutzung. Die Form ist identisch, selbst die Farbgebung sehr ähnlich. Als Sonderausstattung sind bei der Entenhausen-Version zu nennen: Vorder- und Rückscheinwerfer sowie das Service-Helferlein.

irdisches Hovercraft Mini: Idee geklaut aus Entenhausen?

Der signifikante Unterschied zwischen anatiden, also hier Düsentrieb’schen und irdischen Luftkissenfahrzeugen scheint vor allem in der Art und Weise zu bestehen, mit der eine Vorwärtsbewegung erzeugt wird. Das klassische irdische Luftkissenfahrzeug wird stets mit einem oder mehreren Propellern vorwärts bewegt, die senkrecht  zur Forstbewegungsrichtung angeordnet sind. Daniel Düsentriebs Schwebemobil dagegen besitzt einen integrierten Schwebe- und Beschleunigungsmechanismus.

Vorwärtsbewegung bei Luftkissenfahrzeugen im anthropotiden Universum (links) und im anatiden Universum (rechts)

Das erste Luftkissenfahrzeug wurde übrigens von Dagobert Müller von Thomamühl 1915 entwickelt.

erstes Luftkissenfahrzeug (links), der Entwickler (rechts) mit Neffe oder Nichte und unbekannter Dame, möglicherweise Schwester oder Cousine

Markus brilliert mit dem Hinweis, dass zwar hocheffektive Abluftfilter auf die Fabrikschornsteine aufgebracht wurden, aber niemandem sich darum gekümmert hat, die Prozesse von vornherein so zu optimieren, dass es gar nicht erst zu einer so hohen Umweltverschmutzung kommt.

Rauchfilter auf veralteten Fabrikanlagen

Paul vermisst im gesamten Bericht die Abwesenheit den Konzeptes „Schmerz“. Anscheinend ist die Düsentrieb’sche Zukunft nicht nur technologisch optimiert sondern auch schmerzfrei. Die Lehre des Berichts identifiziert er als moralischen Zeigefinder gegen das bedingungslose Grundeinkommen, wie es schon vom Soziologen und Nationalökonom Max Weber vertreten worden sei.

Heike wirft jedoch ein, dass man den Bericht auch gerade als Befürwortung des bedingungslosen Grundeinkommens interpretieren könne, da den Bewohnern von Entenhausen durch ihre viele freie Zeit so langweilig geworden war, dass sie sich über kurz oder lang wieder wirtschaftsförderlichen Tätigkeiten – und dies mit hoher Motivation – zugewendet hätten.

D.O.N.A.L.D.-weites virtuelles Treffen

PaTrick berichtet vom geplanten D.O.N.A.L.D.-weiten virtuellen Treffen, das am Samstag, den 25. April 2020, ab 19 Uhr stattfindet wird. Dieser Link führt direkt zum Schwarzen Brett der D.O.N.A.L.D., wo alle Details erläutert werden

Der nächste Treffpunkt

Der nächste Termin des Stammtischs der G.R.Ü.N.E.n S.O.S.S.E. ist
am Fr., 19. Juni 2020 um 19:00 Uhr, entweder im Lokal
Zum Schwan (Höchster Schloßplatz 7, 65929 Frankfurt am Main) oder wieder in virtueller Form über ein zoom-Meeting.

Für den Fall eines Treffens im realen Leben, muss ich ergebenst um Anmeldung bitten, um allen einen Sitzplatz garantieren zu können. Bitte auch Partner/innen und eventuelle Neffen und Kinder mit anmelden, denn auch diese brauchen einen eigenen Sitzplatz.

Der Bericht für das nächste Mal

Der Bericht für das nächste Mal wird von Ralph vorgeschlagen, und sein Vorschlag wird einstimmig angenommen. Es handelt sich um den Bericht „Die Bewährung“.

schicksalsträchtiges Panel aus dem Bericht „Die Bewährung“
Vorschläge  am  vondiskutiert am Kommentar
Eine würzige Geschichte17.06.2019Thorsten09.08.2019
Das Gold der Inkas09.08.2019Heike18.10.2019
Das Münstermännchen18.10.2019Andreas13.12.2019
Der Zerstörer27.10.2019Christian07.02.2020
Die Monsterstadt07.02.2020David17.04.2020
Die Bewährung02.03.2020Ralph 19.06.2020
Erlebnisse einer Weihnachtsgans27.10.2019Christianspeziell für Weihnachten?
Lockruf des Goldes28.10.2019Christian
Der goldene Weihnachtsbaum03.11.2019Jörgspeziell für Weihnachten?
Zu viele Weihnachtsmänner03.11.2019Jörgspeziell für Weihnachten?
Rat einmal!03.11.2019Jörgspeziell für Weihnachten?
Weihnachten für Kummersdorf03.11.2019Jörgspeziell für Weihnachten?
Ein poetisches Weihnachtsfest03.11.2019Jörgspeziell für Weihnachten?
Die drei dreckigen Ducks17.04.2020Josef und Mathilda
die bisher eingereichten Vorschläge für zu diskutierende Barks-Fuchs-Berichte

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