Zwölfter Stammtisch

Fr, 9. Oktober 2020, 18:30 – 21:00

Ort: zoom-Meeting

12 Teilnehmer (alphabetisch)

  • Alex aus Ludwigshafen (EPdD*)
  • Armin aus Frankfurt
  • David aus Schwalbach am Taunus
  • Heike aus Limburg
  • Irene aus Köln (xPdD**)
  • Jan aus Köln (xPdD**)
  • Jörg aus Rodgau
  • Kirsten aus Frankfurt
  • Markus aus Offenbach
  • Ralph aus Frankfurt
  • Sven aus Frankfurt
  • Thorsten aus Offenbach

*EPdD = Ehren-PräsidEnte der D.O.N.A.L.D.

**xPdD = Ex-PräsidEnte der D.O.N.A.L.D

Protokoll: Ralph Hössel

Donaldisches Durcheinander

Das donaldische Durcheinander dauerte bis kurz nach 18:30. Der Stammtisch wurde virtuell mittels zoom-Meeting durchgeführt.

12 Teilnehmer*innen

Wie es sich für einen zwölften Stammtisch gehört, sind zwölf Donaldistinnen und Donaldisten erschienen. Für die Statistik-Fans hier die Übersicht seit Anbeginn:

Die Hymne

Die Hymne wurde auch dieses Mal durch den Vokalkreis Lahntal unterstützt, deren Hymnenversion über das Konferenz-Tool eingespielt wurde, so dass jede/r zuhause ungestört von zeitversetzten Mitdonaldist*innen die bezaubernde Melodie und den mitreißenden Text schmettern konnte.

Die Macht des Geldes

Dieses Mal hat uns Kirsten den Diskussionsbericht ausgesucht. „Die Macht des Geldes“ ist von Januar 1953. In der Ersterscheinung noch ohne Titel, hieß der Bericht später „The Money Stairs“.

Start-Panel der amerikanischen Erstausgabe von „The Money Stairs“, WDC 157, 1953

Erstmals in Deutschland veröffentlicht wurde der Bericht bereits im August 1954, also relativ kurz nach dem Erscheinen in den USA – auch hier zunächst ohne Titel.

Start-Panel von „Die Macht des Geldes“, MM 8/1954

Im TGDD 9 von 1967 wurde es nochmals auf deutsch veröffentlicht – dort dann mit Titel und deutlich besser koloriert.

Start-Panel von „Die Macht des Geldes“, TGDD 9, 1967

Die Veröffentlichung in der deutschsprachigen Carl-Barks-Library findet sich in WDC 24 und wurde im Jahr 1996 erstmals herausgegeben. In der Carl-Barks-Collection (CBC) findet man den Bericht in Band 19.

Start-Panel von „Die Macht des Geldes“, BL WDC 24

Kirsten beginnt den bunten Reigen mit der Erläuterung, warum sie gerade diesen Bericht ausgewählt hat. Und zwar wegen der auch bei uns immer noch oder immer wieder grassierenden Auffassung, dass man nur „etwas ist“, wenn man Geld hat. Hast Du kein Geld, bist Du nichts wert! Entenhausen sendet uns hier wieder einmal ganz klar eine Mahnung. Sehr deutlich wird der schlechte Teil Dagoberts Charakters, nämlich sein häufig aufschimmerndes soziales Defizit. Allerdings, und dies mag auch mit Barks‘ kritischer Meinung zur amerikanischen Gesellschaft zusammenhängen, unterstützt die spontane Reaktion vieler Bürger Entenhausens Dagoberts Einschätzung.

Geld regiert die Welt – auch in Entenhausen

Interessant in diesem Zusammenhang sind Forschungen in unserem Universum, wie sie zum Beispiel von Professor Kellermann an der Universität von Klagenfurt durchgeführt werden. Sehr vereinfacht zeigte sich dabei unter anderem, dass eine unmittelbar vorherige Beschäftigung mit Geldbegriffen bei einer Gruppe zu einer verringerten Hilfsbereitschaft gegenüber Mitmenschen, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, geführt hat.

Sven fällt auf, dass die übermäßige Fokussierung auf Geld nicht nur möglicherweise den Charakter verdirbt sondern auch schädigende Wirkung auf die Physis der anatiden Bewohner haben könnte. Man beachte hierzu die nahezu artistischen Halsverdrehungskünste im oben gezeigten Panel.

Halswirbeltraumata – im Anaversum kein Thema?

Auch Irenes Gedanken gehen in diese Richtung. Sie macht sich Gedanken darüber, wie man in Entenhausen Freunde gewinnt. Donalds vermeintlicher Vorteil, dass er jung und hübsch sei, verfängt nicht, zumindest nicht bei Zufallsbekanntschaften auf der Straße.

jung und hübsch zu sein reicht nicht aus, um Freunde zu gewinnen

Donald könnte das Buch „Wie man Freunde gewinnt – Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden“ von Dale Carnegie empfohlen werden. Dieses Werk ist 1937 (!) erschienen, wurde sofort ein Bestseller und ist es bis heute (!) geblieben.

Wie man Freunde gewinnt – auch heute noch ein Renner

Zahlreiche Leser loben dieses Buch überschwänglich. „Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich schon immer mal gefragt hat, warum er bei bestimmten zwischenmenschlichen Situationen immer wieder Probleme bekommt“. „… hier wird der eigene Charakter in Angriff genommen und verbessert“. „Man erfährt auch an vielen echten Beispielen, „wie man sich in schwierigen zwischenmenschlichen Situationen verhalten sollte, um am Ende ein besseres Ergebnis zu erzielen.“ In Entenhausen macht uns Dagobert vor, um was es geht (siehe Abbildung weiter oben). Ein richtiges Original zu sein und dabei seinen Reichtum zur Schau zu stellen, das ist der richtige Weg – zumindest in Entenhausen!

Heike stellt allerdings das Konzept „Freund“ unter den oben diskutieren Prämissen generell in Zweifel: kann ich jemanden als Freund bezeichnen, nur weil er mich meines Geldes wegen mag?

Auch Jörg bleibt skeptisch und ist überzeugt, dass Dagobert hier irrt: die Leute mögen zwar amüsiert sein, weil es schrullig ist, mit eine Schubkarre voll Geld durch die Stadt zu gehen, aber echte Freunde gewinnt man durch Geld eher nicht – viel wahrscheinlicher stößt man solche, die es aufs Geld abgesehen haben.

Irene weist ferner darauf hin, dass in diesem Bericht einer der wenigen Erwähnungen eines alkoholischen Getränks zu finden ist, nämlich Bier in Form eines „kleinen Hellen“.

In Entenhausen gibt es kleine Helle (TGDD 9, 1967)

Allerdings muss man davon ausgehen, dass im Alltag des Entenhauseners und der Entenhausenerin das Bier doch eine größere Rolle spielt. Denn wie sonst sind Redewendungen wie „Das Meer schäumt wie das Bier beim Maibock“, die Existenz eines Exportbier-Großbrauerei-Besitzers sowie eines städtischen Altersheims für Bierkutscher zu erklären? Selbst Astronauten gelüstet es allenthalben nach Bier.

Bier – doch allgegenwärtig im Anaversum?

Schließlich lenkt Irene unsere Aufmerksamkeit noch zu der Seitenaufteilung, die in diesem Bericht am Ende sehr Ungewöhnliches zeigt.

Außergewöhnliche Seiteneinteilung bei den vier Abschlusspanels

Alex‚ Anmerkungen richten sich auf den seiner Meinung nach vielleicht den seltsamsten Bericht von Carl Barks, den er in jungen Jahren gelesen habe. Probleme mit den Geschichten aus Daisy Ducks Tagebüchern habe er ebenfalls schon als Kind gehabt, weil er diese einfach nur als einfältig empfunden habe, später stellte sich heraus, dass Barks nach einem fremden Skript arbeiten musste. Aber hier? Einer der seltsameren Berichte für neuneinhalb Seiten, aber die letzte halbe Seite, die habe er schon immer mehr als fragwürdig gefunden.

Alex und Jörg fragen sich „Alles nur Geträumt? – Selbst für Entenhausen ist vieles in diesem Bericht schwer vorstellbar. Alles nur ein Traum? Was spricht dafür? Da gab es sehr viele seltsame Momente.

Von Anfang an versinken Donald und Dagobert immer wieder mit den Füßen, teils bis übers Knie, im Geld. Seltsam, da das ansonsten eigentlich doch eher stabil ist. Vor allem im Hinblick auf die Treppe am Ende.

Dagobert nimmt ein Kräftigungsmittel für 10 Taler pro Tropfen. Er hat augenscheinlich die sehr teure Medizin in seinem Medizinschränkchen vorrätig, er muss sie sich nicht besorgen.

Gesundes Leben nur für die führenden Klassen?

Wenn man bedenkt, dass er sonst so gut wie keine Vorräte hat – und auch hier geht Alex mit Jörg d’accord – erscheint es seltsam, dass er sich solche noch dazu sehr teuren Tropfen und Pillen und was sonst noch auf Abruf angeschafft hat. Das ist kaum zu glauben, denn Dagobert gibt nicht mal Geld für eine Tageszeitung aus. Selbst als sein Zwicker nichts mehr taugt, kauft er sich keinen neuen (siehe hierzu US 21/2 „Die Geldquelle“). Sollten die Verjüngungshormone (100 Taler pro Pille) das Geheimnis dafür sein, dass Dagobert nicht älter wird? Sicher nicht, denn alle Protagonisten bleiben jung (am ehesten müsste man das Älter-Werden bei Tick, Trick und Track sehen).

Dagobert schafft es ohne Seil und Pickel bis  zum 3. Felsvorsprung zu kommen. Das ist trotz des Kräftigungsmittel (welches in der Wirkung nachlässt) schwer zu glauben.

Es wird dem Leser vermittelt, dass Dagobert den ganzen Berg hinunterrutscht, obwohl die Satans-zacke sehr steil ist und zahlreiche Felsvorsprünge hat. Auch das ist sehr unwahrscheinlich.

Dagobert geht mit offener Schubkarre, die mit Geld regelrecht überladen ist, durch eine Menschenmenge. Eher ungewöhnlich.

Er lässt zahlreiche durchaus gefährliche Tiere auf den Berg verfrachten ohne dafür Sorge zu tragen, ob die noch hungrig sind. Seinen Neffen so leichtfertig in potenziell tödliche Gefahren zu schicken, entspricht überhaupt nicht seinem Charakter. Im Krieg und im Geschäft mag alles erlaubt sein, aber nicht bei einem privaten Wettkampf, das würde er nicht machen. Er erkundigt sich erst, ob die Tiere vorher gefüttert wurden, als Donald schon im Maul des Krokodils steckt. Er war nur „…etwas in Sorge“.

spielt das Krokodil mit Donald?

Wieso verletzen die Zähne des Krokodils Donald nicht? Es sieht übrigens so aus, als würde das Krokodil lachen – als ob es mit Donald nur spielen wolle. Wie hat Dagobert die Tiere auf den Berg gebracht? Das wäre nur mit einem Hubschrauber möglich, aber z.B. eine Giraffe bekommt man nicht in den Hubschrauber. Hinzu kommt ja auch der Zeitfaktor.

Dann baut er (beziehungsweise er lässt bauen) eine riesige Treppe aus Geld, die erstens völlig unzureichend gesichert scheint (kein Geländer, nur eine circa ein Meter breite Treppe, die mehrere hundert Meter in die Höhe führt, auf der man zweitens scheinbar fest laufen kann, obwohl doch im Bericht ersichtlich die Ducks im Geld versinken, und die mehrere tausend Stufen umfassen muss. Trotzdem läuft er da alleine hoch (vom Zeitaufwand, eine solche Treppe zu erstellen mal ganz abgesehen), und bringt noch einen Teppich, einen Sonnenschirm, einen Lesesessel, ein volles Bücherregal und einen Fernseher mit hoch? Diese Gegenstände plus Dagobert könnte man theoretisch mit einem Hubschrauber auf die Bergspitze  transportieren, falls es dort eine ebene Fläche gibt, wo der Hubschrauber landen kann. Die wahre Erklärung, wie Dagobert und die Möbel auf die Bergspitze kommen ist  aber eine Treppe aus Münzen, die er hat bauen lassen. Das ist völlig irreal aus Gründen der Stabilität und der benötigten Zeit.

Die Absurdität fällt Donald dann aber erst auf, als er von Dagobert auf ein Helles eingeladen wird. Erstaunlicherweise erkennt Donald erst, dass es ein Traum ist, weil Dagobert ihn zu einem Hellen einladen wollte, das heißt zu einem ein Bier. Das gibt es nur bei Erika Fuchs – bei Barks ist es ein Soda. Aber weil bei uns wohl keiner einen Mann zu einem Wasser einlädt, hat Erika Fuchs wohl aus dem Soda ein Bier gemacht. Alles andere hat Donald scheinbar für realistisch gehalten!

Kein Alkohol im amerikanischen Original. Frau Fuchs nahm es da fränkisch locker.

Und warum eigentlich eingeladen? Da ist keine Bar, bei der man bezahlen muss, Dagobert hätte bestenfalls noch ein zweites Getränk mitgebracht, das er nicht hätte bezahlen müssen.

Alex fand das alles sehr seltsam, und wie Jörg gezeigt hat, fand das auch Carl Barks. Dass der Bericht nur ein Traum ist, war in der ursprünglichen Version nicht so. Denn die letzte Halbseite wurde von Barks geändert. Das vorletzte Panel des ursprünglichen Schlusses ist noch erhalten. Es zeigt Dagobert, wie er Donald täglich (!) verfolgt und auffordert, etwas zu finden, womit er ihn schlagen kann. Barks: „Ich erinnere mich daran, wie ich mir das Bild von Dagoberts Geldtreppe angesehen habe und mir klar wurde, dass die Szene zu unwahrscheinlich wirkte, um real zu sein.“ Nachzulesen ist dies in einem Brief an Kim Weston vom 3.10.1973 (siehe Carl Barks Collection, 2005-2008, S. 212, Band XI).

So hätte es auch ausgehen können!

Thorsten, Jörg und Ralph beschäftigten sich mit der Höhe der Satanszacke und der Geldmenge, die wohl nötig ist, um eine Treppe bis zum Gipfel derselben zu bauen.

Zur Bestimmung der Höhe der Satanszacke zieht Ralph den Entenhausener Stadtplan der M.Ü.C.K.E.-Forschung unter Jürgen Wollina heran. Dort ist die Satanszacke im Planquadrat J5 zu finden. Donalds Traum war also wohl von der Realität inspiriert.

Die Satanszacke im Stadtplan. Etwas mehr als 10 Höhenlinien bis zur Spitze.

Wie hoch ist die Satanszacke? Auf dem Stadtplan erkennt man, dass ihre Höhe 10 Höhenlinien entspricht. Unklar ist zunächst der Abstand zwischen 2 Höhenlinien, da im Plan selbst nur von „Geländekonturlinien“ ohne genauere Spezifikation die Rede ist. Wie Herr Zeilinger aber auf dem Schwarzen Brett der Donaldisten sehr klug aufzeigt, kann der Abstand recht genau anhand eines anderen Berges im Entenhausener Stadtplan bestimmt werden, nämlich anhand des Ochsenkopfes.

Der Ochsenkopf im Stadtplan. Etwas mehr als 5 Höhenlinien bis zum Gipfel: 1800 m.

Am 1800 Meter hohen Ochsenkopf sind 5 Höhenlinien eingezeichnet. Herr Zeilinger postuliert hier die goldene 313er-Regelung. Also: 313 m ∙ 5 = 1565 m. Die letzte der Linien ist kein Punkt, somit ist davon auszugehen, dass hier noch weitere Meter an Höhe dazukommen. Auf 1800 m fehlen 235 m, also, ein Wert zwischen 1 m und 312 m, wie er für dieses Postulat zu erwarten ist. Es ist somit durchaus wahrscheinlich, dass die Distanz zwischen 2 Höhenlinien 313 m beträgt. Wenn man von einem Höhenlinienabstand 313 m ausgeht, kommt man auf eine Höhe von 10 ∙ 313 m + x m. Also ist die Satanszacke 3130 m + x m hoch. x bewegt sich dabei zwischen 1m und 312 m. Nehmen wir der Einfachheit halber den Mittelwert von 156,5 m an. Damit kommt man auf eine Höhe von 3286,5 m Höhe für die Satanszacke. Der Wert ist in der selben Größenordnung, wie der von Thorsten abgeschätzte Maximalwert, wie im folgenden Kapitel erläutert

Eine andere Möglichkeit, die Höhe der Satanszacke abzuschätzen wird von Thorsten angewandt. Er führt Folgendes aus. Es gibt ein Panel, in dem die Satanszacke in Gänze zu sehen ist. In dieser ist ein Teil des Berges von einer Stratocumuluswolke umgeben.

Die Satanszacke in voller Pracht, von einer Stratocumuluswolke umgeben.

Der deutsche Wetterdienst schreibt zu Stratocumuluswolken: „Der Stratocumulus besteht aus Ballen, Walzen oder mosaikartigen Schollen, die ähnlich wie beim Altocumulus in horizontalen Feldern oder Schichten angeordnet sind. Wie der Altocumulus ist auch der Stratocumulus in allen Jahreszeiten eine häufig zu beobachtende Wolke. … Die Basis der Wolke liegt zwischen 500 und 2000 m“.

Stratocumuluswolken umgeben die Satanszacke. Darüber errechnet sich die maximale Höhe derselben auf annähernd 3130 m

Da die Stratocumuluswolke sich auf mindestens 500m und maximal 2.000m Höhe befindet, ist die Satanszacke zwischen 780m und 3.120m hoch. (Das Verhältnis der beiden roten Balken rechts ist 2,5 cm / 1,6 cm ≈ 1,56.)

Da es nun begründete Abschätzungen zur Höhe der Satanszacke gibt, kann man einen Schritt weitergehen und die Anzahl der Münzen berechnen, die zum Erstellen der Treppe nötig sind.

Im Folgenden wird hier Thorstens Rechnung ausführlich angegeben, da diese dem Protokollanten am ausführlichsten und wissenschaftlichsten erscheint. Thorsten errechnet die Anzahl der Münzen für 2 Fälle. Für die abgeschätzte Mindesthöhe von 780 m (Fall A) und für die abgeschätzte Maximalhöhe von 3120 m (Fall B).

  1. Bestimmung der Stufenhöhe. Jede Stufe hat die Höhe von 0,25 Donald, das heißt 0,25 ∙ 0,9 m = 0,225 m. Außerdem hat jede Stufe eine quadratische Seitenfläche.
Vermessung einer Treppenstufe

2. Bestimmung der Münzenzahl, abhängig von der Höhe der Satanszacke. Nachzählen ergibt, dass der rote „Einheitskasten“ aus 10 ∙ 16 ∙ 4 = 640 Münzen besteht. Jetzt kommt die Gauß’sche Summenformel zum Tragen.

3. Fall A: Die Satanszacke ist 780 Meter hoch. Bei einer Höhe von 780 Metern hat die Treppe 3.467 Stufen und es wurden 640 ∙ 1 / 2 ∙ 780 / 0,225 ∙ (780 / 0,225 + 1) = 3.847.537.920 Münzen verwendet. Dies entspricht einem Münzen-Volumen von etwa 215.115 m³.

4. Fall B: Die Satanszacke ist 3.120m hoch. Die Treppe hat dann 13.867 Stufen und es wurden  61.538.417.920 Münzen mit einem Gesamtvolumen von etwa 3.440.612,95 m³ ≈ 0,00344 km³ verwendet.

5. Wie lange dauert der Aufbau der Treppe? Bei einer sagenhaften Münzen-Lege-Geschwindigkeit von 1 Sekunde pro Münze dauert der Aufbau zwischen 120 Mann-Jahren (780 m) und 1.900 Mann-Jahren (3.120m). Damit Dagobert vor Donald auf dem Gipfel ist, muss Donald für den Aufstieg also länger als 120 Jahre bzw. 1.900 Jahre benötigt haben.

120 bzw. 1900 Jahre. Sollte Donald, ohne Reiseproviant, tatsächlich so lange unterwegs gewesen sein?

6. Dagobert hat doch viel mehr Geld, oder? Angeblich hat Dagobert nach dem Bau der Treppe noch 10 Kreuzer (Fuchs 1) oder 1 Taler (Fuchs 2) übrig. Die 61.538.417.920 Münzen haben jedoch ein Gesamtvolumen von etwa 3.440.612,95 m³ ≈ 0,00344 km³, was selbst bei einer äußerst ungünstigen Packungsdichte im Geldspeicher wesentlich weniger ist als 3 km³.

…nur noch 10 Kreuzer übrig? (BL WDC 24)

Mit 3 km³ Münzen käme Dagobert mit seiner Treppe auf eine etwa 92 km hohe Satanszacke. Allerdings müsste er dann ca. 410.000 Stufen steigen.

3 Kubikkilometer (km³) Geld. Aus „Der richtige Erbe“ (BL WDC 24)

7. Also doch alles nur geträumt… Hätte Donald das bloß mal schriftlich nachgerechnet….

zu viele Nullen verwirren – im Anaversum wie auch im Universum

8. Die Münzendicke, die Thorsten zugrunde legt, ist in etwa 2,5 cm. Dies erscheint Ralph etwas zu hoch gegriffen, verglichen mit irdischen Münzen, die in etwa eher 2,5 mm dick sind (2-Euro-Stück). Dies berücksichtigend käme man auf die etwa 10-fache Münzenmenge, also etwa 615 Milliarden Münzen. Und obwohl dies eine ungeheure Menge darstellt, ist es doch nichts im Vergleich zu den Zentrifugallionen, von denen üblicherweise die Rede ist. Auch hier wird ganz klar: diese Widersprüche lassen sich nur dadurch erklären, dass Donald eben geträumt hat.

Neuigkeiten

Carl-Barks-Handbuch

Jörg berichtet das Neueste zu seinem stetig anwachsenden Handbuch über alle Carl-Barks-Berichte. Die Fertigstellung wird in ein paar Monaten erwartet.

Drittübersetzung von Erika Fuchs aufgetaucht? Zweitauflage von TGDD gibt Rätsel auf!

Jörg berichtet von der elften Internationalen Fernsehkonferenz vom 26. September 2020. Ist dort eine neue Übersetzung von Erika Fuchs entdeckt worden?

Es ging um den Bericht in Boys‘ and Girls‘ March of Comics (MOC) 4 „Maharadscha für einen Tag“. Am Ende wird Donald gewogen. Nachdem er Gas zu sich genommen hat, wiegt er im original Barks-Text „60 pounds less than nothing“, also „60 Pfund weniger als Nichts“.

Erika Fuchs übersetzt in den TGDD 81 (1. Auflage) , in der Barks Library und der CBC mit „60 Pfund. Nicht mehr und nicht weniger“.

TGDD 81, 1. Auflage

Jetzt der Hammer: Alex hatte entdeckt, dass es in der 2. Auflage der TGDD heißt „60 Pfund weniger als Nichts“. Die Auflagen der TGDD sind also unterschiedlich.

Alex verstand nicht, wovon die anderen sprachen, als sie ständig darauf bestanden, dass der in der Luft schwebende Donald 60 Pfund wiegen sollte. Warum würde er denn schweben? Zumal doch in Alex‘ Bericht klar stand, dass Donald „60 Pfund weniger als nichts“ wiegt? Dann erst stellte sich heraus, dass sein TGDD der zweiten Auflage entstammt und dass offensichtlich eine Textänderung von der ersten zur zweiten Auflage vorliegt.

Es ist unklar, ob das ein einmaliger Fall ist und ob die Änderung von Fuchs ist (eher unwahrscheinlich). Die Zweitauflage ist wohl aus den Neunzigern (es geht um die Nr. 81), denn es heißt laut Wikipedia: „Ab 1983 erschien eine Zweitauflage, beginnend mit der Nummer 40. Die Reihe wurde 2002 mit Ausgabe 145 wieder eingestellt. Teilweise wurden bei der Zweitauflage Änderungen vorgenommen, zum Beispiel Cover ausgetauscht.“

Disney-Ausstellung im Deutschen Filmmuseum

Heike und Armin weisen uns auf die noch bis 10. Januar 2021 stattfindende Ausstellung im Deutschen Filmmuseum „THE SOUND OF DISNEY. 1928-1967“ hin. Das Filmmuseum hat auch einen YouTube-Kanal, wo man zum Beispiel eine aufgezeichnete Veranstaltung zur aktuellen Ausstellung abrufen kann.

Nächster D.O.N.A.L.D.-Kongress

Die Präsidente hat entschieden, dass es in 2020 keine Mitgliederversammlung geben wird. Siehe hierzu auch den Eintrag auf dem Schwarzen Brett. Der neu angesetzte Termin ist der 18. September 2021.

Sonderausgabe „Weihnachten für Kummersdorf“

Jörg stellt die Sonderausgabe „Weihnachten in Kummersdorf“ vor. Anfang November erscheint folgende Sonderausgabe. Die Sonderausgabe ist in Großformat mit 80 Seiten inklusive Originalfassung in s/w (so, wie Carl Barks sie erstellt hat).

Der nächste Stammtisch

Der nächste Termin des Stammtischs der G.R.Ü.N.E.n S.O.S.S.E. ist

am Freitag 11. Dezember 2020
um 18:30 Uhr

Wir verwenden dazu wieder den zoom-Video-Dienst. Bitte einfach eine E-Mail an Ralph senden, dann gibt’s die entsprechenden Zugangsdaten.

Der Bericht für das nächste Mal

Der Bericht für das nächste Mal wurde von Jörg vorgeschlagen und von Stammtisch angenommen. Er hat „Weihnachten für Kummersdorf“ („A Christmas for Shacktown“ – Four Color Comics 367/2) ausgesucht, zu finden unter anderem in Barks Library Special Donald Duck, Band 19.

Weihnachten für Kummersdorf. Dieser Bericht wird das nächste Mal diskutiert.
Vorschläge vorgeschlagen am  vondiskutiert am Kommentar
Eine würzige Geschichte17.06.2019Thorsten09.08.2019veröffentlicht im DD 157
Das Gold der Inkas09.08.2019Heike Dürr18.10.2019veröffentlicht im DD 158
Das Münstermännchen18.10.2019Andreas13.12.2019wird veröffentlicht im DD 159
Der Zerstörer27.10.2019Christian07.02.2020wird ausgearbeitet von Jörg
Die Monsterstadt07.02.2020David17.04.2020wird ausgearbeitet von Jörg
Die Bewährung02.03.2020Ralph19.06.2020wird ausgearbeitet von Ralph
Die drei dreckigen Ducks17.04.2020Josef und Mathilda14.08.2020wird ausgearbeitet von Jörg
Die Macht des Geldes14.08.2020Kirsten09.10.2020wird ausgearbeitet von Jörg
Weihnachten für Kummersdorf03.11.2019Jörg gerer11.12.2020Weihnachtsbericht
Erlebnisse einer Weihnachtsgans27.10.2019Christian Weihnachtsbericht
Lockruf des Goldes28.10.2019Christian  
Land unter der Erdkruste14.08.2020Thorsten  
die bisher eingereichten Vorschläge für zu diskutierende Barks-Fuchs-Berichte

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